Service

Haben Sie Fragen oder möchten Sie eine Bestellung aufgeben. Dann nutzen Sie unsere kostenlose Hotline.

Bookmark setzen

Zubereitung

• ganze Tiere (frisch) gekocht
• Krebsfleisch (frisch) gekocht, tiefgekühlt,
• in Lake oder in Gelee
• Flusskrebsschwänze gekocht in Gläsern

Nährwerte/Energie

verzehrbarer Anteil
pro 100 g

Grundzusammensetzung:

Wasser
Eiweiß
Fett

84,5 g
15,0 g
0,5 g

Mineralstoffe:

Natrium
Calcium
Kalium
Eisen

253 mg
43 mg
254 mg
2,0 mg

Spurenelemente:

Phosphor

224 mg

Vitamine:

Vitamin B1
Vitamin B2

0,15 mg
0,10 mg

Energie:

Kilojoule

269

Flusskrebse

Lat.

Astacus leptodactylus

ES

cangrejo de rio

GB

Freshwater crayfish

F

Ecrevisse orientale

I

gambero di fiume

Länge: 12-15 cm

Gewicht: bis 140g

Alter: über 20 Jahre

Familienzugehörigkeit

Flusskrebse gehören wie die meisten kulinarisch genutzten Krebs- oder Krustentiere der zoologischen Gruppe der Zehnfüßer an, und zwar deren Unterordnung der Panzerkrebse (auch Ritterkrebse genannt), wissenschaftlich als Reptantia bezeichnet. Hierin sind Flusskrebse den langschwänzigen Bodenkrebsen zuzurechnen. Damit sind sie ein naher Verwandter der berühmten Languste.

Lebensweise

Flusskrebse leben am Grund von möglichst klaren, kalkreichen, nicht zu tiefen Gewässern, teils in Höhlen oder selbst gegrabenen Vertiefungen. Sie ernähren sich unter anderem von Kleintieren und Wasserpflanzen. Dabei bewegen sie sich durch Schwimmen, Klettern, Schreiten oder Wühlen im lockeren Boden. Einmal verlorene Gliedmaßen wachsen bei der nächsten der häufigen Häutungen schell wieder nach.Das letzte, endständige Schwimmbeinpaar ist verbreitert und bildet mit dem beinlosen Endstück einen Schwanzfächer; er ermöglicht bei Gefahr mit ruckartigen Bewegungen eine beachtliche Schwimmgeschwindigkeit – nach rückwärts. Das erleichtert dem Tier die Flucht, da es seinen Gegner stets im Blick behalten kann.

 

Die Fortpflanzung ist an bestimmte Jahreszeiten oder Mondphasen gebunden. Bestimmte umgeformte Schwimmbeine dienen dem Männchen als Begattungsorgane. Wenn das Weibchen einige Zeit nach der Paarung einige hundert Eier ablegt, heftet es diese an die Hinterbeine an, bis die Larven groß genug sind. Geschlechtsreif werden Flusskrebse mit drei bis vier Jahren.

Herkunft

Flusskrebse bevölkern die Süßwasserlandschaften praktisch aller Länder. Zu den in der nördlichen Hemisphäre lebenden bekanntesten Arten gehören u. a. der Edel- oder Solokrebs, der Galizieroder Sumpfkrebs sowie Dohlenkrebs, Steinkrebs, Signalkrebs, Amerikanischer Fluss- oder Kamberkrebs oder der Louisiana Sumpf-Flusskrebs.

Zu den prominentesten Vertretern der Flusskrebse der südlichen Hemisphäre zählen Madagaskarkrebs, Australkrebs, Neuseeland-Krebs, Tasmanischer Krebs oder Südamerikanischer Flusskrebs. Auf dem deutschen Markt von größter Bedeutung ist heute der Galizier- oder Sumpfkrebs (lat. Astacus leptodactylus), der rund 90 Prozent des Angebotes ausmacht und überwiegend aus dem Iran und der Türkei eingeführt wird. Der deutsche Edeloder Solokrebs (lat. Astacus astacus) kommt nur noch in Süddeutschland in geringen Mengen vor und spielt daher insgesamt gesehen nur noch eine untergeordnete Rolle (maximal ein Prozent der Versorgung). Eine Nebenrolle auf dem deutschen Markt spielt noch der Signalkrebs (lat. Pacifastacus leniusculus), der vor allem in England gezüchtet wird.

Aussehen/Erkennungsmerkmale

Mehr als 300 Krebsarten gibt es auf der Welt, die nur in Süßwasser leben. Sie sind nach dem gleichen Grundprinzip gebaut: Ihr Körper lässt sich unterteilen in Kopf, Brustabschnitt und Hinterleib, wobei die Antennen und Kiefersegmente zum Kopf gerechnet werden. Die am Leib folgenden fünf Beinpaare, die den Tieren die Bezeichnung „Zehnfüßer“ gegeben haben, gelten als Laufbeine, wobei das erste dieser Beinpaare zu Scheren umgebildet ist. Die Scheren dienen vorwiegend der Nahrungsaufnahme, der Abwehr von Feinden und dem Erfassen des Geschlechtspartners. Teils sind Füße auch noch am Hinterleib vorhanden.

Die Körperbedeckung der Flusskrebse ist ein kalkund chitinhaltiger Panzer, der mehr rötlich oder graubraun sein kann. Manche Krebse verändern auch zum Schutz und zu ihrer Tarnung die Färbung, wobei sie sich dem jeweiligen Untergrund anpassen. Die Sinnesorgane sind bei Flusskrebsen gut entwickelt. Sie besitzen „Panorama-“ bzw. Komplexaugen, mit denen sie rundum sehen können. Bei Arten, die in tiefen und deswegen dunklen Gewässern oder Höhlen leben, ist der Tastsinn hervorragend ausgebildet, mit dem Vibrationen kleinster Art registriert werden können. Wieder andere Arten verfügen über einen ausgezeichneten Orientierungssinn; er ist auf die Gestirne ausgerichtet und leitet sie, wenn sie zur Nahrungssuche wandern oder zum Laichen flachere Gewässer aufsuchen und später an ihre alten Plätze zurückkehren. Flusskrebse können über 20 Jahre alt werden. Bei Größe und Gewicht gibt es riesige Unterschiede: Eine, bei Tasmanien lebende Art, kann ein Gewicht von sechs Kilogramm erreichen, die Kleinste, in Amerika lebende Art, misst nur drei Zentimeter und wiegt nur wenige Gramm.

Fangmethoden

Flusskrebse werden mit sog. Krebstellern gefangen – das sind spezielle Netze, die mit einer Leine am Ufer befestigt sind. Außerdem werden auch Krebsreusen aus Drahtgeflecht oder Garn, z.T. auch Aalreusen eingesetzt. Die Fangsaison für Flusskrebse beginnt im Juni und dauert bis ca. Ende Dezember. Sie ist abhängig von der Schonzeit bzw. Fangsperre während der Laichzeit der weiblichen Tiere, zu der sich u.a. auch der Iran und die Türkei verpflichtet haben. In der Laichzeit dürfen nur männliche Tiere gehandelt werden, die ausschließlich während der vorangegangenen Saison gefangen und zwischenzeitlich gehältert wurden.

Wirtschaftliche Bedeutung

Flusskrebse erfreuen sich bei uns wachsender Beliebtheit. In Restaurants finden sich diese Krebse zunehmend auf den Speisekarten. Feinkostgeschäfte haben sie immer häufiger in den Hälterungsaquarien und mehr und mehr Fischhändler bieten auf den Wochenmärkten inzwischen wieder Flusskrebse an. Dieses Marktsegment nimmt also an Bedeutung zu. Das wachsende Angebot wird überwiegend mit Importen gedeckt.