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Eigenschaften

Kein anderer Fisch hat in der Geschichte eine so große wirtschaftliche und politische Bedeutung gehabt wie der Hering (siehe Historie)

Länge: über 40 cm lang
Alter: ca. 20 Jahre

Nährwerte/Energie

(verzehrbarer Anteil) mittlere Gehalte und Schwankungsbreite (soweit vorhanden)

Wasser 65 (60 -72) %
Eiweiß 18 (17-19) %
Fett 14,9 (2,4 - 20,4) %

Mehrfach ungesättigte
Fettsäuren (Summe):
2,7 mg

Cholesterin: 50 (44 - 65) mg

Mineralstoffe:

Natrium 117 mg
Kalium 360 mg
Calcium 34 mg
Magnesium 31 mg
Phosphor 250 mg
Fluor 400 mg
Selen 50 mg
Jod 52 µg
Eisen 1,1 mg

Vitamine:

Vitamin A 40 µg
Vitamin B1 40 µg
Vitamin B2 220 µg
Niacin 3,8 mg
Vitamin C 0,5 mg

Energie:

Kilojoule 697

Hering – Silber des Meeres

Lat.
D  
E
N
GB
DK
I
F
NL
S

clupea harengus
Hering
Arenque
Sild, Strømming
Herring
Sild
Aringa
Hareng de l´Atlantique
Haring
Sill, Strömming

Produktarten

• Grüner Hering
• Salzhering
• Bismarckhering
• Bückling
• Rollmops
• Brathering
• Herings-Vollkonserven

mit verschiedenen Soßen und Cremes

Zubereitungsmethode

• Grillen
(in speziellen Grillkörben als ganze Fische)
• Dünsten
in feuerfester Form oder Folie (ganze Fische)
• Backen und Braten
(als Filet in der Pfanne oder Friteuse, als ganzer Fisch in Pfanne, Friteuse, Bratbeutel / Bratrohr)

Vorkommen und Lebensweise

Der Hering ist ein Schwarmfisch und lebt im Übergangsgebiet zwischen nördlicher, gemäßigter und polarer Zone. Er kommt nicht nur in Ost- und Nordsee vor, sondern im gesamten Nordatlantik von Norwegen, um die Faröer Inseln und Nordisland, bei Grönland bis North Carolina. Heringe leben von tierischem Plankton und werden selbst Beute vieler Meerestiere, sind also für das marine Ökosystem von großer Bedeutung. Sie können bis über 40 cm lang und älter als 20 Jahre werden.

Die Jahresphasen des Herings

Mit der Meereserwärmung im Frühjahr vermehrt sich das Plankton, so dass der abgemagerte Winterhering ein fast unerschöpfliches Futterreservoir vorfindet. Bis zum Sommeranfang ist er prall gefüllt mit Wuchs- und Aufbaustoffen, die er braucht, um später „Milch“ (Samen) oder Rogen (Eier) bilden zu können. Etwa ab August machen Milch bzw. Rogen bis zu einem Fünftel seines Gewichts aus. Nach dem Ablaichen im Herbst beginnt er wieder den neuen Zyklus und setzt Fett an.

Aussehen/Erkennungsmerkmale

Unter Wasser fasziniert das Farbspiel des Herings: Der Rücken leuchtet in allen Farben von gelbgrün über blauschwarz bis blaugrün mit einem dezenten Purpurschimmer. Der Bauch ist weiß, die Flanken glänzen silbrig – „Silber des Meeres“ werden Heringsschwärme auch genannt. Als gefangener Fisch sieht er jedoch eher unscheinbar grünblau aus. Er hat glatte Kiemendeckel, Schuppen ohne Dornen, der Unterkiefer ist länger als der Oberkiefer. Die Bauchflosse des Herings sitzt hinter dem vorderen Ende der Rückenflosse.

Fangmethoden

Heringe werden auf mehrere Arten gefangen: auf hoher See mit Schleppnetzen. Mit Hilfe des Echolots kann man heute Fischschwärme aufspüren und die Fangrichtung genau berechnen. In Küstennähe wird der Hering mit Stellnetzen gefangen und direkt an der Küste mit Uferwaden und Bundgarn.

Wirtschaftliche Bedeutung

Rund 20 Prozent des in der Bundesrepublik Deutschland angebotenen Fisches entfallen auf Heringe und Heringsprodukte.

Historisches

Kein anderer Fisch hat in der Geschichte eine so große wirtschaftliche und politische Bedeutung gehabt wie der Hering. Im Mittelalter hat er die Menschen oftmals vor Hungersnöten bewahrt. Die Dänen waren die ersten, die den Hering in großen Mengen fingen und durch ihn zu Reichtum gelangten. Seinetwegen fanden zwischen England und Holland Kriege statt. Auch der Aufstieg der Hanse war eng mit dem Hering verbunden. Schon um das Jahr 1000 soll Bischof Otto von Bamberg das Salzen von Heringen zum Haltbarmachen „entdeckt“ haben. Damit wurde eine neue Phase der Fischwirtschaft und der Seefahrt eingeleitet: Die Haltbarkeit gesalzener Fische erlaubte längere und weitere Seereisen als vorher möglich. So hat der Salzhering mitgeholfen, neue Kontinente zu entdecken und Handelswege zu erschließen. Durch das Salzen wurde der bis dato leicht verderbliche Hering auch zu einem wichtigen „Exportartikel“, der bis tief nach Rußland, in die Alpenländer und auf den Balkan geliefert wurde.