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Eigenschaften
Rotbarschfleisch ist fest, von rotweißem Aussehen und ausgesprochen wohlschmeckend. Es enthält kaum Fett.
Länge: bis 40 cm lang
Gewicht: ca. 12 kg
Alter: ca. 50 Jahre
Nährwerte/Energie
(verzehrbarer Anteil) mittlere Gehalte und Schwankungsbreite (soweit vorhanden)
Grundzusammensetzung:
Wasser 76,0 (73– 81) %
Eiweiß 18,5 (16,8– 21,7) %
Fett 3,8 (0,6– 8,4) %
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren
Summe 0,42 mg
Cholesterol 55 mg
Mineralstoffe
Natrium 80 mg
Kalium 308 mg
Calcium 22 mg
Spurenelemente
Jod 99 µg
Fluor 0,2 mg
Phosphor 201 mg
Eisen 0,7 mg
Vitamine
Vitamin A 12 µg
Vitamin B1 0,11 µg
Vitamin B2 0,08 µg
Energie
Kilojoule 479
Rotbarsch
Lat. | Sebastes sp. |
Lebensweise
Die Rotbarsche gehören zu den Knochenfischen und werden zur Familie der Panzerwangen gezählt. Eine biologische Besonderheit dieser Fische: Die weiblichen Tiere bringen lebende Jungtiere zur Welt. Die Eier reifen im Leib der Muttertiere heran, zwischen März und Juni werden bis zu 150.000 Larven geboren. Rotbarsche ernähren sich von Garnelen, Krabben und kleinen Fischen wie Heringen, Lodden und Jungdorschen. Sie wachsen ungewöhnlich langsam, können aber bis zu 50 Jahre alt werden. In diesem Alter messen Rotbarsche etwa einen Meter und wiegen rd. 12 Kilogramm.
Herkunft
Die Rotbarsche leben in Schwärmen hauptsächlich im Nord-Atlantik und bevorzugen Wassertemperaturen zwischen 3 und 8 Grad Celsius und Tiefen bis zu 1.000 Meter. Wichtigste Aufenthaltsräume sind das europäische Nordmeer von Spitzbergen über Island, Grönland bis zu den Färöern und südliche Zonen bei Schottland, Westirland, im Skagerrak und vor der schwedischen Westküste.
Aussehen/Erkennungsmerkmale
Auffällig ist die Rotfärbung der Fische, die ihnen auch den Namen gab. Sie sind leuchtend rot mit einigen dunkleren Marmorierungen auf dem Rücken und einem hellen Rosa auf dem Bauch. Die Maulhöhlen sind hellrot gefärbt. Ein weiteres Merkmal sind die harten, festsitzenden Schuppen mit den leicht zugespitzten Dornen am hinteren Rand, wodurch sich die Fische sehr rauh anfühlen.
Fangmethoden
Wichtigstes Fanggeschirr der Rotbarschfischerei ist das Schleppnetz, das in den letzten Jahrzehnten technisch auch für den Einsatz in größeren Tiefen weiterentwickelt wurde. Zur Schonung von Jungfischen, die für die langfristige Bestandserhaltung besonders wichtig sind, haben Wissenschaftler größere Maschenweiten und den Einbau von Fluchtfenstern in die Netze empfohlen, durch die die Jungtiere hindurchschlüpfen können. Ende Oktober 1997 einigten sich die für die Fischerei zuständigen EU-Minister auf eine Neufassung der Verordnung über technische Maßnahmen zum Schutz der Bestände.
Wirtschaftliche Bedeutung
Von den vier im Nord-Atlantik vorkommenden Rotbarscharten sind zwei fischereilich interessant: Sebastes marinus (Flachsee-Rotbarsch, auch Rotbarsch oder Goldbarsch genannt) und Sebastes mentella (Tiefsee-Rotbarsch). Für die deutsche Fischwirtschaft sind die Rotbarsche wegen ihrer Beliebtheit beim Verbraucher von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Sie rangieren mit an vorderster Stelle. (Marktanteile: siehe Broschüre „Daten und Fakten“ )
