Service

Haben Sie Fragen oder möchten Sie eine Bestellung aufgeben. Dann nutzen Sie unsere kostenlose Hotline.

Bookmark setzen

Eigenschaften

Länge: 0,7 - 1,30 m lang
Gewicht: bis 30 kg
Alter: über 25 Jahre

Nährwerte/Energie

(verzehrbarer Anteil) mittlere Werte  pro 100 g

Grundzusammensetzung:

Seeteufel

Fett 4,6 g

Eiweiß 20,3 g

Natrium 180 mg

Kalorien 88 kcal

 

Seeteufel

Lat.
D

GB

F
E
I

Lophius piscatorius
Seeteufel, Angler,
Lotte
Angler, Monk, Sea
Devil, Frogfish
Baudroie, Lotte de mer
Rape
Rana pescatrice

Produktarten

• frisch
• tiefgekühlt
jeweils teils mit und ohne Kopf, auch gehäutet


Zubereitungsmethode

• Braten
• Dünsten
• Garen in Folie
• Pochieren
• Grillen

Lebensweise

Der Seeteufel ist ein seiner Umgebung gut angepasster Grundfisch, der in Küstenregionen und bis in Tiefen von über 1.000 Metern lebt, sowohl über Sandböden wie auch über Schlammgründen. Der Seeteufel gehört zu den Raubfischen. Seine Hauptnahrung bilden Seeaal, Knurrhähne, Rochen und andere bodennah lebende Fische. Beim Fang benutzt er seinen ersten Rückenflossenstrahl als „Angel“, mit der er seine Beute anlockt. Ist das Opfer nahe genug herangekommen, schnappt er mit seinem riesigen Maul zu. Aber auch andere Tiere sind vor dem Seeteufel nicht sicher; sogar Tauchvögel wurden bereits in seinem Magen gefunden.

In unseren Breiten laicht der Seeteufel in der Zeit zwischen April und Juni vorwiegend nördlich, westlich und südlich der Britischen Inseln in über 400 Meter Tiefe. Dort laicht er ca. eine Million Eier ab, die zunächst in ein acht bis zehn Meter langes und 15 bis 45 Zentimeter breites violettes Schleimband eingebettet sind. Diese Laichmassen treiben während ihrer Entwicklung frei im Wasser, werden durch den Wellengang in Bruchstücke zerrissen und durch die Strömung weit abgetrieben. Die bizarr aussehenden Larven leben bis zu einer Länge von sechs bis acht Zentimetern pelagisch (freischwimmend) und gehen dann im flacheren Wasser zum Leben am Boden über. Mit zunehmendem Alter suchen sie dann auch die größeren Tiefen auf.

Herkunft

Seeteufel leben in vielen Meeren. Zu den wichtigsten Verbreitungsgebieten gehört der Nordatlantik sowie das Mittelmeer. Zu ihnen gehören auch die amerikanischen Gewässer von Neufundland bis Brasilien, sowie der Golf von Guinea bis in die Neuseelandzone. Bei uns angebotene Seeteufel stammen vorwiegend aus dem Nordostatlantik.

Aussehen/Erkennungsmerkmale

Das Aussehen des Seeteufels ist so furchterregend, dass er vom Handel selten als ganzer Fisch angeboten wird – die Kunden könnten durch seinen Anblick abgeschreckt werden! Dominierend am Seeteufel ist der gewaltige, breite Kopf, der vor dem vorne abgeplatteten, hinten seitlich zusammengedrückten Rumpf überproportional groß ist. Was den Kopf so abstoßend wirken lässt, sind die kleinen Augen auf der Kopfoberseite in Kontrast zu dem riesigen Maul und den bedrohlichen ersten Rückenflossenstrahlen, die antennenartig auf der Schnauze sitzen. Direkt hinter dem Kopf steht die dritte „Antenne“, „mittschiffs“ befindet sich eine dreistrahlige Stachelrückenflosse, die dem Seeteufel das Aussehen eines Drachens geben. Dahinter folgt eine gefiederte Rückenflosse, die fast bis zur Schwanzflossenwurzel reicht. Zwischen Kopf und Rumpf sitzen seitlich schwingengleiche Bauchflossen. Das Maul ist so breit, wie der ganze Kopf. Es ermöglicht dem Seeteufel, Meerestiere zu verschlingen, die fast so groß sind wie er selbst. Die spitzen, rückwärts gerichteten Fangzähne lassen sich nach hinten umbiegen, erleichtern so das Verschlingen der Beute und verhindern zugleich deren Zurückgleiten und Entkommen. Der erste Rückenflossenstrahl direkt hinter der Oberlippe ist frei beweglich; an seiner Spitze befindet sich ein kleiner fleischiger Hautlappen, der wie ein vom Wind zerfranster Wimpel aussieht und u. a. dem Anlocken der Beute dient.
Als Kiemenöffnungen dienen jeweils zwei kleine Schlitze dicht hinter den Bauchflossen. Die Haut des Seeteufels ist schuppenfrei und weich. Am ganzen Körper befinden sich zahlreiche wie wild gewucherte Hautanhängsel, die das „Horrorbild“ des Fisches noch verstärken. Der Rücken des Fisches ist bräunlich bis rötlich und mit dunklen Flecken versehen. Die Bauchseite ist bis auf die schwarze Brustflossenkante weiß.
In der Fischerei dominieren drei Seeteufelarten. Bei uns ist es der Seeteufel oder Lotte (Lat. Lophius piscatorius), der eine Länge von bis zu zwei Metern und ein Gewicht von bis zu 40 Kilogramm erreichen kann. Daneben gibt es den kleinfüßigen Seeteufel (Lophius budegassa), der bis zu 70 Zentimeter lang wird. Vorwiegend an der amerikanischen Atlantikküste ist die Heimat des Amerikanischen Seeteufels (Lophius americanus), der bis 1,2 Meter erreicht und als Monkfish (Mönchsfisch) bekannt ist.

Fangmethoden

Gefangen wird der Seeteufel von Grundfisch-Trawlern mit dem Schleppnetz oder mit Langleinen. Die Fische werden meist schon an Bord zum Verkauf vorbereitet, d. h. der Kopf wird entfernt, der Fisch enthäutet und ausgenommen.

Wirtschaftliche Bedeutung

Die europäischen Anlandungen halten sich mengenmäßig in Grenzen (jährlich in der Größenordnung von 9.000 bis 10.000 Tonnen). Wegen der von Kennern hoch geschätzten Fleischqualität lassen sich für Seeteufel aber gute Preise erzielen.