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Eigenschaften

Länge: bis 1,20 mm lang
Gewicht: bis 25 kg
Alter: bis 25 Jahre

Nährwerte/Energie

(verzehrbarer Anteil, Schwankungsbreite) / 100 g

Grundzusammensetzung:

Wasser 81 (78 – 84) g
Eiweiß 17,6 (16 – 18,5) g
Fett 2,8 (2,1 – 3,0) g

Mehrfach ungesättigte FS

(Summe): 0,23 mg

Cholesterol 42 (32 – 50) mg

Mineralstoffe:

Natrium 105 mg
Kalium 282 mg
Magnesium 27 mg
Calcium 20 mg

Spurenelemente:

Phosphor 179 mg
Fluor 600 mg
Jod 110 mg

Vitamine:

Vitamin A 10 mg
Vitamin D 1 mg

Energie:

Kilojoule 402
Kilokalorien 96

Steinbeißer

Lat.

D

GB

F
E
I

Anarhichas lupus,
Anarhichas minor
Steinbeißer, Seewolf, Wolfsfisch, Katfisch
Wolffish, Catfish, Sea cat
Loup de mer, Poisson-loup
Perro
Lupo di mare, Bavosa lup

Produktarten

Jeweils Filetstücke (Karbonaden)
• frisch
• tiefgefroren
• geräuchert

Zubereitungsmethode

• Braten
• Kochen
• Dünsten
• Grillen

Lebensweise

Die Steinbeißer gehören zur Familie der Seewölfe oder Katfische, die insgesamt fünf Arten umfasst, von denen zwei wertvolle Speisefische sind: der Gestreifte Seewolf (wiss. Anarhichas lupus) und der Gefleckte Seewolf (wiss. Anarhichas minor). Die gesamte Familie zählt zu den nordischen Fischen, die kalte Gewässer bevorzugen und Temperaturen von über 14 Grad meiden.

Als typische „Grundfische“ haben sie ihre Lebensgewohnheiten ganz der bodennahen Lebensweise angepasst. Vorwiegend halten sie sich in einer Meerestiefe von 20 bis 500 Metern oder sogar noch tiefer auf. Sie sind vergleichsweise ruhige, träge Tiere, die nur langsam ihren Standort wechseln und ihre Beute nicht über längere Strecken verfolgen. Ihre Hauptnahrung besteht vor allem aus hartschaligen Tieren, die sie mit ihrem raubtierhaften Gebiss regelrecht aufknacken. Dazu gehören alle Arten von Muscheln und Kleinkrebsen. Sogar vor großen Einsiedler- und Taschenkrebsen sowie Stacheltieren (Seesterne, Seeigel) machen sie nicht halt. Bei solcher Nahrung unterliegt ihr Gebiss einem besonders hohen „Verschleiß“ – doch die Natur hat vorgesorgt: Die abgenutzten Zähne fallen vor der Laichzeit aus und werden im Winter von einer Reihe nachgewachsener Zähne ersetzt. Geschlechtsreif wird dieser Fisch im Alter von sechs bis sieben Jahren, wenn er eine Körperlänge von 50 bis 60 Zentimeter erreicht hat und zwischen einem bis drei Kilogramm wiegt. Laichzeit ist von Oktober bis Januar. Dazu legen die Weibchen, je nach Größe, bis zu 25.000 Eier von 5 bis 6 Millimetern Durchmesser im Ballen am Meeresboden ab. Das Gelege wird vom Männchen bewacht, bis nach zwei Monaten die ca. 10 Millimeter langen Larven schlüpfen. Ihr Dottersack ernährt sie für drei bis vier Monate. Danach verlassen sie den Meeresboden und leben pelagisch (im freien Wasser schwimmend) bis sie mit 5 bis 6 Zentimetern Körperlänge wieder zum Bodenleben übergehen.
Ausgewachsen erreicht der Gestreifte Seewolf eine Länge von etwa 1,2 Metern und ein Gewicht von 25 Kilogramm. Der Gefleckte Seewolf erreicht eine Größe von 1,4 Metern und ein ähnliches Körpergewicht. Das Höchstalter dieser Fische wird auf 25 Jahre geschätzt.

Herkunft

Alle fünf Arten dieser Fischfamilie bewohnen die kalten Meere der Nordhalbkugel. Hauptsächlich sind dies die mittel- und nordnorwegischen Küsten, die Barentssee, Spitzbergen, Island und Grönland. Es gibt auch eine pazifische Art, den Pazifischen Seewolf, der von Japan über die Aleuten bis Südkalifornien verbreitet ist und als beliebter Speisefisch gilt. Für den europäischen Markt ist er aber ohne Bedeutung.

Aussehen/Erkennungsmerkmale

Steinbeißer bzw. Seewölfe oder Katfische sind großwüchsige Fische mit länglichem Körper. Charakteristisch für sie ist ihr dicker Kopf mit der breitgerundeten Schnauze, bewehrt mit massiven, kräftigen Zähnen. Die langen Rücken- und Afterflossensäume sind nicht mit der Schwanzflosse verwachsen. Die winzigen Schuppen sind tief in die Haut eingebettet. Hauptmerkmale des Gestreiften Seewolfs sind die 10 bis 15 dunklen Körperstreifen von der Rückenflosse abwärts. Ihre Grundfarbe ist meist graugrün, aber auch fast schwarze oder rötlich braune Exemplare kommen vor. Erklärt werden diese Farbvarianten durch die Eigenschaft dieser Fischfamilie, ihre Grundfärbung dem Untergrund ihres Lebensraums anpassen zu können. So sind im Mud lebende Steinbeißer schlickig-blau, in Algengebieten gefangene Tiere bräunlich und aus seegrasreichen Flachwasser stammende grünlich. Der Gefleckte Seewolf hat eine graubraune Grundfarbe. Charakteristisch für ihn sind die zahlreichen, unregelmäßigen Flecken, die Körper und Rückenflosse eine leopardenähnliche Zeichnung verleihen.

Fangmethoden

Die Steinbeißer werden nicht gezielt gefischt. Sie sind ein willkommener und wichtiger Beifang bei der Trawl- (d.h. Schleppnetz-) und Drehwadenfischerei, z.T. fängt man sie auch mit Langleinen.

Wirtschaftliche Bedeutung

Ihr helles, relativ festes Fleisch weist einen charakteristischen, delikaten Geschmack auf und macht die Steinbeißer zu einem hochgeschätzten Speisefisch. Die Fangmenge insgesamt beträgt weltweit jährlich bis zu 50.000 Tonnen. Der europäische Jahresfang, der vor allem durch Island erzielt wird - es handelt sich hierbei vor allem um den gestreiften Seewolf, beträgt 20.000 bis 25.000 Tonnen. Auf Grund seiner Größe und seines Gewichts kommt dieser Fisch nicht als ganzer Fisch, sondern filetiert oder in Scheiben geschnitten auf den Markt – häufig unter der Bezeichnung „Karbonadenfisch“.